Elternzeitroadtrip No. 2: Die Top-3 Campingplätze auf Sardinien mit Aktivitäten rundherum und Ausrüstungstipps

Sardinien haben wir nun bereits zum dritten Mal bereist. Das erst Mal war im November 2009, frisch verliebt, ohne Kinder, mit Mietwagen, Anreise per Flugzeug und in der Absicht, auf der Sinishalbinsel zum Wellenreiten zu kommen. Zwar gab es weniger Wellen, aber wir waren von der Insel trotzdem begeistert.
Die zweite Reise nach Sardinien haben wir im Mai 2016 unternommen, dieses Mal mit Nora und unserem VW-Bus. Dabei haben wir bereits einige Ecken der Insel „ausgescoutet“, bevor es dann 2017 im Rahmen unseres Elternzeitroadtrips No. 2 zum dritten mal auf die zweitgrößte Insel des Mittelmeers ging.
Mit etwas mehr als 100 Campingplätzen besitzt Sardinien nur etwa halb soviel Plätze wie Korsika und das, obwohl Sardinien viel größer ist. Fast alle Campingplätze liegen an der Küste, im Landesinneren hat man meist nur die Möglichkeit, wild zu campen. Fast alle Campingplätze öffnen erst Mitte Mai und schließen Ende September.

Unsere Top-3 Campingplätze auf Sardinien und Aktivitäten rundherum

1) Camping Village Orrì an der mittleren Ostküste

Camping Orri bei Tortoli

Geöffnet:
Mitte Mai bis 20. September

Lage:
Tolle Lage direkt hinter einem schön gelegenen Strand, ca. 4 Kilometer Fahrweg von der Hafenstadt Tortoli und 8 Kilometer von den berühmten Porphyrfelsen von Arbatax entfernt. 20 Kilometer Fahrt ins Bergdorf Baunei.
> Camping Village Orrì auf Google Maps

Flair und Ausstattung:
Sehr familien- und kinderfreundlicher Platz mit Beachfeeling. Freie, nicht parzellierte Stellplätze, die auf ebener Fläche direkt hinter dem Strand liegen. Pool mit Kinderbecken, Restaurant und kleiner Shop (in der Hauptsaison geöffnet), täglich frisches Gebäck, free WIFI, Spielplatz. Achtung: Die vorderen zwei Reihen des Platzes liegen auf Treibsand, in dem sich während unserer Anwesenheit mehrere Camper festgefahren haben. Wir waren in der ruhigen Nebensaison (Mitte Mai) auf dem Platz, in der Hauptsaison gibt es ein Animationsprogramm, das wohl sehr laut ist.

Sanitäranlagen:
Sauber, einfach ausgestattet

Aktivitäten rundherum:
Wanderungen ab der oberhalb von Baunei gelegenen Hochebene Su Golgo, z.B. zur Cala Goloritze. Spaziergang zur „Chiesa campestre San Salvatore“ und weiter zur „Archeologica e Nuraghe S’Ortali ‚e Su Monti“ oberhalb des Platzes, Wind-, Kitesurfen, SUP direkt vor der Bustür.

Website mit aktuellen Preisen:
http://www.campingorri.it

Must tries:
Eis essen in einer der vielen Eisdielen in Tortoli und die Porphyrfelsen von Arbatax anschauen

2) Torre del Porticciolo an der nördlichen Westküste

Camping Torre Del Porticciolo

Geöffnet:
Mitte Mai bis Ende September

Lage:
Umgeben von freier Natur liegt der Campingplatz in Porticciolo Alghero, ca. 3 Kilometer von Mugoni und 15 Kilometer von Alghero entfernt. Das Capo Caccia ist in etwa 15 Minuten mit dem Auto zu erreichen. Der Strand ist ca. 300 Meter vom Platz entfernt, über eine Treppe erreichbar und liegt idyllisch in einer Bucht, über der der Torre del Porticciolo thront.
>Torre del Porticciolo auf Google Maps

Flair und Ausstattung:
Moderner, ruhiger und schattiger Platz mit einem Mobile-Home-Bereich. Die Stellplätze sind parzelliert. Es gibt einen schönen Pool und einen Kinderpool mit sehr gepflegtem Liegebereich. Minimarkt, Restaurant, WLAN vorhanden.

Sanitäranlagen:
Sehr gepflegte, moderne Waschhäuser – als wir dort waren, gerade frisch renoviert

Aktivitäten rundherum:
Wanderungen am Capo Caccia (z.B. zum Torre della Pegna), Ausflug zur Neptungrotte, Spaziergang zum Torre, Wind-/ Kitesurfen in nächster Nähe, SUP direkt am Strand, mit viel Glück Wellenreiten am Porto Ferru

Website mit aktuellen Preisen:
http://www.torredelporticciolo.it/

Must tries:
650 Stufen von der Neptungrotte bis zur Straße ohne Pause und dann ein Eis

3) Camping Baia Saraceno an der Nordküste

Camping Baia Saraceno

Geöffnet:
Anfang März bis Ende Oktober

Lage:
Tolle Lage unmittelbar am Meer und sogar einige Stellplätze direkt am Wasser. Etwa 1 Kilometer östlich von Palau, von der Straße in Richtung Capo d’Orso meerwärts erreichbar.
> Camping Baia Saraceno auf Google Maps

Flair und Ausstattung:
Sehr familien- und kinderfreundlicher Platz mit wunderschönen kleinen und größeren Badestellen mit Blick auf bizarre Felsformationen und auf die vorgelagerten Inseln Santo Stefano und La Maddalena. Freie, zum Teil schattige Stellplätze, die unterschiedlich angelegt sind – auf Terrassen am Hügel, direkt am Meer oder zwischen Felsen. Zentral gelegenes Restaurant, Bar, Minimarkt und Spielplatz.

Sanitäranlagen:
Sauber, einfach ausgestattet

Aktivitäten rundherum:
Fahrradfahren rund um die Insel La Maddalena, Besuch des Bärenfelsens, Baden, Schnorcheln, SUP

Website mit aktuellen Preisen:
http://www.baiasaraceno.com/de/

Must tries:
Stellplatz direkt am Meer, Steinofenpizza im Restaurant

Ausrüstungstipps für Sardinien im VW-Bus mit Kindern (gleichen den Tipps für Korsika):

  • Langes Outdoor-Stromkabel (am besten mit Gummiummantelung), da oftmals über die Fahrstraße und über längere Entfernungen verlegt werden muss
  • Adapter, da nicht immer ein CEE-Anschluss vorhanden ist
  • Planschbecken für kleine Kinder, da die Wassertemperatur kühl ist
  • Tarp oder Sonnensegel, da die Sonne manchmal sehr intensiv sein kann und diese auch als Schutz gegen Pinienzapfen aufgebaut werden können

Weitere vier empfehlenswerte Campingplätze und Information sowie ein Video unseres zweiten Sardinientripps findet ihr in unserem Beitrag „4 Gründe, warum Sardinien eine ideale Destination für einen aktiven Campingurlaub mit Kids ist“.

Unsere Reiseroute und alle Campingplätze unseres Trips findet ihr hier:
Elternzeitroadtrip No. 2: Sardinien und Korsika – Unsere Route und unsere Campingplätze

Empfehlungen zum Equipment und Tourenhighlights findet ihr in unseren Beiträgen auf bergwelten.com:
Teil 2: Elternzeitroadtrip im VW-Bus: Camping-Equipment – Was muss alles mit?
Teil 7: Elternzeitroadtrip im VW-Bus: Sardinien – Unsere Top 5 Outdooraktivitäten

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2 Gedanken zu “Elternzeitroadtrip No. 2: Die Top-3 Campingplätze auf Sardinien mit Aktivitäten rundherum und Ausrüstungstipps

  1. Hallo zusammen,
    herzlichen Dank für den informativen Beitrag. Vorher hatte ich nie von Parzellierung gehört. Allerdings ist mir natürlich jetzt klar geworden, was damit gemeint ist. Meine Eltern campen auch ein Mal im Jahr und haben sicherlich dadurch schon von diesem Begriff gehört.

    1. Hallo Victoria,
      danke für deinen Kommentar. Das schöne am Campen ist, dass man vorher eigentlich nie genau weiß, wie die Plätze aussehen. Ob ordentlich unterteilt mit der Vorschrift, dass die Campingmobile exakt parallel stehen, eigensinnig parzelliert in z.T. viel zu kleine Plätze in Sternform oder völlig frei mit Wildcamp-Feeling. Und dann natürlich immer die Unsicherheit, ob man nette Nachbarn erwischt oder völlig alleine steht.
      Aber das sind Faktoren, die das Campen reizvoll machen.
      Viel Spaß beim nächsten Camping-Tripp
      Peter

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